Herzlich Willkommen auf den Internetseiten der Interessengemeinschaft Deutsche Deponiebetreiber (InwesD).

InwesD ist ursprünglich der Zusammenschluss der Betreiber und Eigentümer von Deponien der Klasse II oder ehemaliger Siedlungsabfalldeponien in NRW.  Aufgrund der zwischenzeitlich in Kraft getretenen deponierechtlichen Änderungen und der sich daraus ergebenden Um- oder Neuklassifizierungen gehören InwesD heute Deponien der Klassen 0 bis III an. Der Zusammenschluss erfasst im Betrieb befindliche Deponien ebenso wie solche, die sich inzwischen bereits in Stilllegungs- oder sogar in der Nachsorgephase befinden auch über NRW hinaus.

Seit Oktober 2015 fungiert InwesD als Bundesverband der deutschen Deponiebetreiber.

Aktuelles: Teilnahme Terratec mit Vollversammlung und Deponiefrühstück

Die Interessengemeinschaft Deutsche Deponiebetreiber - InwesD nahm erstmals an der "terratec"-Messe in Leipzig teil.

Ein Rückblick auf die Messe und das dort durchgeführte Deponiefrühstück folgt.

IFAT 2016: Deponiefrühstück

Die InwesD hat unter Moderation ihres Vorsitzenden Hartmut Haeming wieder ihr traditionelles Deponiefrühstück auf der IFAT 2016 durchgeführt. Die Podiumsdiskussion stand diesmal unter dem Motto:

 „Deponien: Mittelalterliche Entsorgung oder Wohlstandsmotor unserer Gesellschaft?“

Professor Dr. Helmut Maurer, EU-Kommission, Generaldirektion Umwelt, betonte die EU-Ziele, auch die Deponierung mineralischer Abfälle durch Verwertung zu vermeiden. Dies gelte insbesondere für Bau- und Abbruchabfälle. Hier müsse schon in der Errichtungsphase so intelligent gebaut werden, dass ein echter Rückbau mit Verwertung der einzelnen Komponenten problemlos möglich werde. Gleichwohl verbleibe aber ein Deponierungsbedarf.

Dr. Karl Biedermann, BMUB, votierte für eine konsequente Verwertung, aber gleichzeitig gegen eine ubiquitäre Verteilung von Schadstoffen. Belastete Abfälle gehören laut Biedermann auch künftig auf Deponien. Biedermann räumte ein, dass der Deponiebedarf durch die Regelungen der Mantelverordnung steigen werde. Ob es sich um zitierte 8 Mio. t/a, 30 Mio. t/a oder noch höhere Tonnagen handele, ließ Biedermann offen. Der Bund habe jedenfalls mit der Deponieverordnung die erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, neuen Deponieraum zu generieren. Die Umsetzung liege allerdings in den Händen der Länder.

Professor Dr. Klaus Fricke, TU Braunschweig, sprach sich für eine separate Lagerung der einzelnen mineralischen Stoffströme aus. Auch wenn heute eine Verwertung technisch noch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht darstellbar sei, könnten gerade derartige Lager in Zukunft ein wertvolles Rohstoffreservoir darstellen.

Frau Elke Radke, Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie, beklagte die immer weiter eingeschränkte Verwertungsmöglichkeit für Gießereireststoffe. Vor allem das stetig abnehmende Deponievolumen verbunden mit ebenso stetig steigenden Preisen stelle ein spürbares Problem dar. Frau Radke votierte für schnell neu zu schaffenden Deponieraum als Standortfaktor.

In der Diskussionsrunde wurde als Ergebnis festgestellt, dass unverändert Bedarf für neues Deponievolumen besteht.

In einigen Gebieten Deutschlands sind die Restlaufzeiten dort vorhandener Deponien so kurz, dass die im Kreislaufwirtschaftsgesetz geforderte Entsorgungssicherheit schon heute nicht mehr gewährleistet ist.

„InwesD mit neuem Namen!“

Am 29.10.2015 hat die InwesD-Vollversammlung einstimmig eine Namensänderung beschlossen, weil inzwischen Deponiebetreiber aus nahezu allen Bundesländern Mitglied der InwesD sind.

Aus „InwesD – Interessengemeinschaft der NRW-Deponiebetreiber“ wird mit sofortiger Wirkung die

 „InwesD – Interessengemeinschaft Deutsche Deponiebetreiber“.


Gleichzeitig hat sich die Vollversammlung entschlossen, das traditionelle Kürzel „InwesD“ auch künftig als eingeführten Markennamen in ihrem neuen Namen weiterzuführen.

Die Namensänderung soll verdeutlichen, dass InwesD – ursprünglich auf NRW fokussiert – inzwischen den Deponiebetreibern aus allen Bundesländern offensteht.

Auf der gleichen Sitzung hat Frau Dr. Susanne Raedeker, AGR, die Leitung des Arbeitskreises Technik aufgrund neuer beruflicher Aufgaben bei der AGR niedergelegt. Zum neuen Arbeitskreisleiter Technik wurde einstimmig Herr Detlef Löwe, ebenfalls AGR, gewählt.